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Landingpage erstellen: So wird aus Besuchern ein Kunde

Du schaltest Anzeigen, verschickst Newsletter oder postest auf Social Media, aber kaum jemand fragt an? Oft liegt es nicht an der Kampagne, sondern an der Seite dahinter. Eine gute Landingpage führt Besucher gezielt zu einer Handlung. Hier erfährst Du, wie Du sie aufbaust und optimierst.

23. Mai 2025

8 Min. Lesezeit

So nutzt Du Landingpages richtig für mehr Verkäufe

Was ist eine Landingpage?

Eine Landingpage ist eine Webseite mit genau einem Ziel. Besucher landen dort meist über eine Anzeige, einen Newsletter oder einen Social-Media-Beitrag. Anders als Deine Startseite bietet sie keine Navigation zu zwanzig Unterseiten, sondern führt zu einer einzigen Handlung: einem Kauf, einer Anfrage, einem Download oder einer Anmeldung.

Genau diese Fokussierung macht sie so wirksam. Jeder zusätzliche Link ist eine Abzweigung, über die Interessenten verschwinden können. Eine gute Landingpage beantwortet die Fragen der Besucher, baut Vertrauen auf und macht den nächsten Schritt so einfach wie möglich.

  • Ein Ziel: Alle Elemente zahlen auf eine einzige Handlung ein.
  • Eine Zielgruppe: Text und Bilder sprechen genau die Menschen an, die über die Kampagne kommen.
  • Ein Versprechen: Die Überschrift greift auf, was die Anzeige oder E-Mail angekündigt hat.
  • Messbarkeit: Der Erfolg lässt sich klar an der Conversion-Rate ablesen.
Designer am Arbeitsplatz mit zwei Bildschirmen gestaltet eine Landingpage

Landingpage, Startseite oder Produktseite?

Viele Unternehmen schicken Werbetraffic einfach auf ihre Startseite. Das verschenkt Potenzial. Die Startseite muss viele Besuchergruppen gleichzeitig bedienen: Bewerber, Bestandskunden, Presse und Interessenten. Sie ist ein Wegweiser. Eine Landingpage ist dagegen ein Gespräch mit einer bestimmten Person zu einem bestimmten Anliegen.

Auch Produktseiten in Onlineshops verfolgen ein klares Ziel, enthalten aber meist Navigation, Querverweise und ähnliche Produkte. Für Kampagnen mit hohem Budget lohnt sich deshalb fast immer eine eigene Seite. Die zahlt sich besonders bei bezahlter Werbung aus, wie unser Beitrag zum Performance-Marketing zeigt.

Typische Arten von Landingpages

  • Leadgenerierung: Besucher tragen sich für ein Whitepaper, ein Webinar oder eine Beratung ein.
  • Click-Through-Seite: Sie erklärt ein Angebot und leitet zum Shop oder zur Buchung weiter.
  • Verkaufsseite: Ein ausführlicher Text führt direkt zum Kauf eines Produkts oder Kurses.
  • Event-Seite: Anmeldung zu einer Veranstaltung, einem Workshop oder einer Messe.
  • Recruiting-Seite: Eine Stellenkampagne mit schneller Bewerbungsmöglichkeit.

Der Aufbau einer überzeugenden Landingpage

Erfolgreiche Seiten folgen einer erprobten Struktur. Sie greift die Fragen auf, die sich Besucher nacheinander stellen: Was ist das? Was habe ich davon? Kann ich dem trauen? Was muss ich tun?

Die Überschrift

Die Überschrift entscheidet in wenigen Sekunden, ob jemand bleibt. Sie benennt den wichtigsten Nutzen klar und konkret. „In 15 Minuten zur fertigen Steuererklärung“ wirkt stärker als „Unsere innovative Steuersoftware“. Eine Unterzeile darf das Versprechen ergänzen und präzisieren.

Der Hero-Bereich

Der sichtbare Bereich ohne Scrollen enthält Überschrift, eine kurze Erklärung, ein aussagekräftiges Bild oder Video und den ersten Call-to-Action. Wer schon hier überzeugt ist, soll sofort handeln können.

Nutzen statt Merkmale

Beschreibe, was sich für Deine Kunden verändert. Merkmale sind wichtig, aber erst in Verbindung mit einem konkreten Vorteil. Statt „256 GB Speicher“ schreibst Du besser „Platz für alle Projektdateien der letzten zehn Jahre“. Wie Du solche Texte formulierst, erfährst Du im Ratgeber zu überzeugenden Texten.

Vertrauenselemente

Menschen kaufen bei Anbietern, denen sie vertrauen. Echte Kundenstimmen, Bewertungen, Logos bekannter Kunden, Zertifikate, Gütesiegel und Garantien senken das wahrgenommene Risiko. Verwende nur echte und überprüfbare Angaben. Wie Du Bewertungen systematisch sammelst, zeigt der Beitrag zu Kundenbewertungen.

Einwände ausräumen

Jeder Interessent hat Bedenken: zu teuer, zu kompliziert, passt nicht zu mir. Ein FAQ-Bereich, Vergleichstabellen oder ein kurzes Video können diese Einwände direkt beantworten, bevor sie zum Absprung führen.

Der Call-to-Action

Der Call-to-Action ist das Herzstück. Formuliere ihn aktiv und konkret, etwa „Kostenlose Beratung sichern“ statt „Absenden“. Setze ihn farblich ab und wiederhole ihn auf längeren Seiten mehrfach. Mehrere unterschiedliche Ziele auf einer Seite verwässern dagegen die Wirkung.

Laptop mit Diagrammen: Erfolg einer Landingpage mit Kennzahlen messen

Formulare: So wenig wie möglich, so viel wie nötig

Jedes zusätzliche Formularfeld senkt die Bereitschaft, es auszufüllen. Frage nur ab, was Du für den nächsten Schritt wirklich brauchst. Für einen Newsletter reicht die E-Mail-Adresse. Für eine Beratungsanfrage kommen Name und Telefonnummer hinzu.

  • Felder reduzieren: Prüfe jedes Feld kritisch auf seine Notwendigkeit.
  • Klare Beschriftung: Nutzer müssen sofort verstehen, was einzutragen ist.
  • Datenschutz erklären: Ein kurzer Hinweis, was mit den Daten passiert, schafft Vertrauen.
  • Mehrstufige Formulare: Bei vielen Angaben wirken mehrere kleine Schritte weniger abschreckend.
  • Danke-Seite nutzen: Bestätige die Anfrage und biete einen sinnvollen nächsten Schritt an.

Design und Nutzerfreundlichkeit

Gutes Design führt den Blick. Ausreichend Weißraum, klare Kontraste und eine logische Reihenfolge der Abschnitte erleichtern das Lesen. Bilder sollten echte Menschen, Produkte oder Ergebnisse zeigen statt austauschbarer Stockmotive.

  • Mobile first: Ein großer Teil der Besucher kommt über das Smartphone. Buttons müssen gut tippbar sein.
  • Ladezeit: Jede Sekunde Verzögerung kostet Conversions. Komprimiere Bilder und verzichte auf unnötige Skripte.
  • Lesbarkeit: Kurze Absätze, Zwischenüberschriften und Aufzählungen erleichtern das Überfliegen.
  • Barrierefreiheit: Ausreichende Kontraste, Alternativtexte und eine klare Struktur helfen allen Nutzern.

Die Ladegeschwindigkeit Deiner Seite kannst Du kostenlos mit PageSpeed Insights prüfen. Hinweise zu barrierefreiem Webdesign veröffentlicht das W3C. Fundierte Studien zum Nutzerverhalten auf Webseiten findest Du bei der Nielsen Norman Group.

Die Landingpage auf die Kampagne abstimmen

Ein häufiger Fehler ist ein Bruch zwischen Anzeige und Seite. Verspricht die Anzeige „20 Prozent Rabatt auf Frühjahrskurse“, muss genau dieses Angebot sofort sichtbar sein. Diese Übereinstimmung nennt man Message Match. Sie senkt die Absprungrate und verbessert bei Google Ads zudem den Qualitätsfaktor.

Für verschiedene Zielgruppen oder Kanäle lohnen sich eigene Varianten. Eine Seite für Bestandskunden aus dem Newsletter darf anders klingen als eine für Erstbesucher aus einer Social-Media-Anzeige. Grundlagen zur Zielgruppe liefert unsere Zielgruppenanalyse.

Landingpage erstellen: Schritt für Schritt

  1. Ziel festlegen: Welche eine Handlung sollen Besucher ausführen?
  2. Zielgruppe definieren: Wer kommt auf die Seite, und mit welcher Erwartung?
  3. Angebot schärfen: Was genau bekommt der Besucher, und warum gerade jetzt?
  4. Text schreiben: Überschrift, Nutzen, Einwände und Call-to-Action zuerst, Design danach.
  5. Gestalten und bauen: Mit Website-Baukasten, CMS oder spezialisiertem Landingpage-Tool.
  6. Tracking einrichten: Conversions datenschutzkonform messen.
  7. Testen: Formular, Darstellung auf allen Geräten und Ladezeit prüfen.
  8. Optimieren: Auf Basis echter Daten Schritt für Schritt verbessern.

Messen und optimieren mit A/B-Tests

Keine Landingpage ist beim ersten Wurf perfekt. Die wichtigste Kennzahl ist die Conversion-Rate, also der Anteil der Besucher, die das Ziel erreichen. Ergänzend helfen Absprungrate, Verweildauer und Scrolltiefe, Schwachstellen zu finden.

Mit A/B-Tests vergleichst Du zwei Varianten einer Seite, die sich in genau einem Element unterscheiden, etwa der Überschrift oder der Farbe des Buttons. Teste immer nur eine Veränderung gleichzeitig und warte, bis genügend Besucher die Seite gesehen haben. Weitere Ansatzpunkte findest Du in unserem Beitrag zur Steigerung der Conversion-Rate.

Was sich zu testen lohnt

  • Überschrift und Unterzeile
  • Text, Farbe und Position des Call-to-Action
  • Anzahl der Formularfelder
  • Hero-Bild oder Video
  • Reihenfolge der Abschnitte
  • Art und Platzierung der Vertrauenselemente
Smartphone und Laptop auf dem Tisch: Landingpage für mobile Geräte optimieren

Rechtliches nicht vergessen

Auch eine Landingpage braucht in Deutschland ein Impressum und eine Datenschutzerklärung, die von jeder Seite aus erreichbar sind. Setzt Du Tracking- oder Marketing-Cookies ein, ist in der Regel eine Einwilligung über ein Consent-Banner nötig. Die Grundlage dafür bildet unter anderem das Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz. Bei Newsletter-Anmeldungen ist das Double-Opt-in-Verfahren Standard.

Praxisbeispiel: Ein Handwerksbetrieb verdoppelt seine Anfragen

Ein Badsanierer schaltete Google-Anzeigen und leitete alle Klicks auf seine Startseite. Die Seite zeigte Leistungen von Heizung bis Elektro, das Kontaktformular lag tief im Menü. Die Anfragen blieben trotz hoher Werbekosten überschaubar.

Der Betrieb erstellte daraufhin eine eigene Landingpage nur für Badsanierungen: eine klare Überschrift mit regionalem Bezug, Vorher-nachher-Bilder echter Projekte, Kundenstimmen, ein kurzer Ablauf in vier Schritten und ein Formular mit nur drei Feldern. Nach wenigen Wochen kamen bei gleichem Budget deutlich mehr qualifizierte Anfragen herein.

Typische Fehler bei Landingpages

  • Zu viele Ziele: Newsletter, Kauf und Beratung auf einer Seite verwirren Besucher.
  • Volle Navigation: Das Hauptmenü lenkt vom eigentlichen Ziel ab.
  • Unklare Überschrift: Besucher verstehen nicht sofort, worum es geht.
  • Lange Formulare: Zu viele Pflichtfelder schrecken ab.
  • Schlechte mobile Darstellung: Kleine Buttons und lange Ladezeiten kosten Kunden.
  • Kein Tracking: Ohne Daten bleibt jede Optimierung ein Ratespiel.

Fazit: Eine Seite, ein Ziel, ein klarer nächster Schritt

Eine gute Landingpage ist kein Designprojekt, sondern ein Verkaufsgespräch in Textform. Sie konzentriert sich auf eine Zielgruppe, ein Angebot und eine Handlung. Klare Nutzenargumente, Vertrauenselemente und ein starker Call-to-Action machen den Unterschied.

Starte mit einer einfachen Version, messe die Ergebnisse und verbessere sie Schritt für Schritt. So holst Du aus jedem Werbe-Euro und jedem Newsletter mehr heraus.

Häufige Fragen zur Landingpage

Was ist der Unterschied zwischen Landingpage und Website?

Eine Website bietet viele Inhalte für unterschiedliche Besuchergruppen und eine umfangreiche Navigation. Eine Landingpage konzentriert sich auf ein einziges Ziel und eine bestimmte Zielgruppe, meist als Ziel einer Kampagne.

Wie lang sollte eine Landingpage sein?

Das hängt vom Angebot ab. Für einen kostenlosen Download reicht oft eine kurze Seite. Erklärungsbedürftige oder teure Produkte brauchen mehr Text, um Fragen und Einwände zu beantworten.

Brauche ich für jede Kampagne eine eigene Landingpage?

Für wichtige Kampagnen lohnt sich das fast immer. Eine passgenaue Seite greift das Versprechen der Anzeige auf und erzielt meist deutlich bessere Ergebnisse als die Startseite.

Womit kann ich eine Landingpage erstellen?

Du kannst sie mit Deinem Content-Management-System, einem Website-Baukasten oder einem spezialisierten Landingpage-Tool bauen. Wichtig sind schnelle Ladezeiten, mobile Darstellung und einfache Tests.

Was ist eine gute Conversion-Rate?

Das hängt stark von Branche, Angebot und Traffic-Quelle ab. Statt Dich an pauschalen Werten zu orientieren, solltest Du Deine eigenen Ausgangswerte messen und sie durch Tests verbessern.

Darf eine Landingpage auf Impressum und Datenschutz verzichten?

Nein. Impressum und Datenschutzerklärung müssen auch auf einer Landingpage leicht erreichbar sein. Für Tracking-Cookies ist in der Regel eine Einwilligung nötig.